Häufig gestellte Fragen zu EFT
Was ist EFT eigentlich?
EFT (Emotional Freedom Techniques) ist eine natürliche, sanfte Methode der Energiepsychologie, mit der Sie belastende Emotionen, ungünstige Gedankenmuster und stressbedingte Körpersymptome regulieren können.
Während Sie sich innerlich einem Thema zuwenden, werden bestimmte Akupunkturpunkte sanft mit den Fingern beklopft. Deshalb wird EFT oft als „psychologische Version von Akupunktur“ bezeichnet – nur ohne Nadeln.
EFT eignet sich sowohl zur Selbsthilfe als auch für den professionellen Einsatz in Coaching, Beratung, Therapie, Medizin und Pädagogik.
Wichtig: EFT ersetzt keine notwendige ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Abklärung und Behandlung, kann diese aber sinnvoll ergänzen.
Ist EFT wissenschaftlich anerkannt?
- signifikante Effekte bei Angststörungen, PTBS und Depression
- Verbesserungen bei Stress, Leistungsangst, Schmerz und Heisshunger
- teilweise vergleichbare Wirksamkeit zu etablierten Verfahren bei kürzerer Behandlungsdauer
Im Bereich der Energiepsychologie gehört EFT zu den am besten untersuchten Methoden. Im Sinne der klassischen Schulmedizin ist EFT noch keine „Routinemethode“, die Forschungsbasis wächst jedoch kontinuierlich.
Wofür kann EFT eingesetzt werden?
EFT zielt auf den Stress im Energiesystem und eignet sich u. a. für:
- Gefühle: Stress, Angst, Panik, Wut, Trauer, Scham, Schuld, innere Unruhe
- Körperliche Stresssymptome: Spannungskopfschmerz, Nacken- und Schulterschmerz, Druck in der Brust, Magen-Darm-Reaktionen, Schlafstörungen (immer in Ergänzung zu medizinischer Abklärung)
- Gedanken & Glaubenssätze: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich muss es allen recht machen“, „Ich schaffe das nie“
- Verhalten: Aufschieben, Perfektionismus, emotionales Essen, Heisshunger, Rauchen, Nägelkauen, Leistungsblockaden
- Leistung & Entwicklung: Prüfungen, Auftritte, Sport, berufliche Herausforderungen, Ziele, Selbstwert, innere Klarheit
Oder mit den Worten von EFT-Begründer Gary Craig:
„Try it on everything“ – versuchen Sie EFT bei allen Themen.
Natürlich gibt es keine Garantie, dass EFT bei jedem Menschen gleich wirkt. Viele Anwenderinnen und Anwender berichten jedoch von Verbesserungen gerade dort, wo „schon vieles andere versucht“ wurde.
Wie lange dauert eine EFT-Anwendung?
Das hängt vom Thema ab:
- Eine einfache Klopfrunde (Setup, 2 Klopfrunden, 9-Gamut-Sequenz) dauert meist 2–5 Minuten.
- Für komplexere Themen (z. B. langjährige Ängste, chronische Schmerzen, alte Erlebnisse) sind oft mehrere Runden und Sitzungen sinnvoll.
- In Einzel- oder Gruppensitzungen am Schweizerischen Zentrum für EFT und Energiepsychologie arbeiten wir in der Regel mit Zeiteinheiten von 60–90 Minuten.
Grundprinzip: Sie behandeln ein Thema so lange, bis die subjektive Belastungsstärke (SUD) deutlich gesunken ist – idealerweise in den Bereich 0–2 von 10.
Kann ich EFT selbst anwenden?
Ja. EFT ist bewusst so entwickelt worden, dass es sich als Selbsthilfemethode eignet.
Empfehlenswert ist:
- ein EFT-Basisseminar am Schweizerischen Zentrum für EFT und Energiepsychologie
- oder das Studium eines fundierten Buches (z. B. „Stress überwinden mit EFT“ von Dr. Reto Wyss)
Danach können Sie:
- bei akuten Belastungen (Stress, Ärger, Nervosität) selbst klopfen
- EFT in Ihre tägliche Routine integrieren (z. B. kurze Sequenzen morgens, in Pausen oder abends)
- mit klaren, spezifischen Themen (konkrete Erinnerung, klare Situation, deutliches Körpergefühl) strukturiert arbeiten
Bei schweren oder langjährigen Traumata, schweren Depressionen, Sucht, Persönlichkeitsstörungen oder suizidalen Gedanken sollten Sie EFT nicht ausschliesslich alleine, sondern immer begleitend mit Fachpersonen nutzen.
Gibt es Nebenwirkungen?
Bis heute sind keine schweren Nebenwirkungen der EFT-Anwendung bekannt geworden. EFT gilt als sehr sanft und wird auch von sensiblen Menschen meist gut vertragen.
Trotzdem kann es zu Reaktionen kommen, z. B.:
- vorübergehende Müdigkeit oder Entspannung nach einer Sitzung
- Gefühlswellen (Traurigkeit, Wut, Erleichterung), wenn sich blockierte Emotionen lösen
- körperliche Reaktionen wie Seufzen, Gähnen, Wärme- oder Kälteempfinden
Das sind in der Regel Zeichen von Veränderungsprozessen im Energiesystem. Falls Sie sich unsicher fühlen oder starke Symptome auftreten, empfiehlt sich die Begleitung durch eine erfahrene EFT-Fachperson.
Kann EFT „natürliche, gesunde“ Gefühle wegklopfen?
Nein. EFT macht niemanden gefühllos.
EFT löst Blockierungen im Energiesystem. Das bedeutet:
- unangemessene Anteile einer Emotion (z. B. überwältigende Panik) können abgebaut werden
- die natürliche, angemessene Reaktion bleibt erhalten
Beispiele:
- Nach einem Verlust ist Trauer natürlich und wichtig. EFT hilft eher, einen heilsamen Trauerprozess zu ermöglichen, anstatt ihn zu blockieren.
- Nach einer Gefahrensituation bleibt die Fähigkeit zu gesunder Vorsicht bestehen, aber übersteigerte Angstreaktionen können sich beruhigen.
Muss ich an EFT „glauben“, damit es wirkt?
Nein. EFT wirkt nicht wie ein Placebo, das von Glauben abhängt.
- Skepsis ist erlaubt und normal.
- Viele Menschen berichten sogar, dass EFT trotz anfänglicher Skepsis erstaunlich gut gewirkt hat.
Wichtig ist nur:
- dass Sie bereit sind, es auszuprobieren,
- und während einer Übung fokussiert beim Thema bleiben.
Wie stark und wie oft soll ich klopfen?
Stärke:
- so, dass Sie das Klopfen gut spüren,
- aber nie schmerzhaft
- niemals auf entzündete, wunde oder frisch verletzte Stellen klopfen
Anzahl Klopfer:
- typischerweise etwa 5–7 Klopfer pro Punkt in zügigem Rhythmus
- Sie müssen nicht zählen – wichtiger ist, dass Sie beim Klopfen gedanklich beim Thema bleiben.
Ist das EFT-Setup immer notwendig?
Das Setup (Handkantenpunkt + Einstimmungssatz „Auch wenn … akzeptiere und liebe/achte ich mich…“) dient u. a. dazu:
- eine sogenannte „psychologische Umkehr“ (innere Sabotage) zu korrigieren
- Kontakt zum Thema aufzunehmen
- eine Haltung von Selbstakzeptanz zu stärken
In der klassischen Arbeit mit EFT – wie sie am Schweizerischen Zentrum für EFT und Energiepsychologie gelehrt wird – ist das Setup ein zentrales Element des Grundrezepts.
Mit zunehmender Erfahrung entwickeln einige Anwender vereinfachte Varianten, doch gerade für Anfängerinnen und Anfänger ist das volle Setup sehr empfehlenswert.
Wie oft soll ich EFT anwenden?
Das hängt von Ihrem Bedarf ab:
- Akut: Bei Stressmomenten, Ärger, Nervosität, Schmerzen – direkt im Moment
- Regelmässig: z. B. täglich 1–3 kurze Sequenzen zur allgemeinen Stressreduktion
- Strukturiert: Bei komplexeren Themen (z. B. biografische Erlebnisse, Glaubenssätze) über mehrere Wochen hinweg (z. B. mit einem Programm wie dem 21-Tage-Programm aus „Stress überwinden mit EFT“)
Viele Menschen berichten, dass EFT mit der Zeit zu einem natürlichen Bestandteil ihres Alltags wird: ähnlich wie Zähneputzen oder eine kurze Meditation.
Wie lange wirkt eine EFT-Behandlung?
Wenn ein Thema mit EFT wirklich vollständig behandelt wurde (alle relevanten Aspekte, Erinnerungsbilder, Körperempfindungen, Glaubenssätze):
- dann bleibt die Veränderung in der Regel stabil und dauerhaft
- das heisst: beim späteren Erinnern taucht keine oder nur minimale Belastung mehr auf
Es gibt jedoch Ausnahmen:
- tieferliegende Aspekte eines Themas können sich erst zeigen, wenn die „oberen Schichten“ gelöst sind
- durch neue Ereignisse können ähnliche Muster wieder aktiviert werden
In solchen Fällen helfen:
- erneutes, spezifisches Klopfen
- Gründlichkeit (Thema wirklich bis SUD 0–1 führen)
- bei komplexen Themen die Begleitung durch eine erfahrene Fachperson
Ist EFT immer erfolgreich?
Nein. Keine Methode wirkt in 100 % der Fälle.
Die Erfahrung zeigt jedoch:
- Bei erfahrenen EFT-Anwendenden lassen sich in über 80 % der Fälle deutliche Entlastungen erreichen (teilweise komplette Auflösung der emotionalen Belastung).
- Selbst bei ersten Selbstanwendungen berichten viele Menschen von spürbaren Verbesserungen.
Wenn EFT scheinbar „nicht wirkt“, liegt es oft daran, dass:
- das Thema noch zu allgemein formuliert ist
- wichtige Aspekte (Körpereindruck, Schlüsselszene, Glaubenssatz) noch nicht adressiert wurden
- eine starke psychologische Umkehr aktiv ist
- Energietoxine (z. B. bestimmte Substanzen, starke Reize) das System blockieren
Hier helfen meist:
- spezifischer werden
- dranbleiben (mehrere Runden)
- und – bei hartnäckigen Themen – die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen EFT-Fachperson.
Kann EFT eine Psychotherapie oder medizinische Behandlung ersetzen?
Nein.
EFT ist eine ergänzende Methode und kann:
- emotionale Prozesse unterstützen
- Selbstwirksamkeit und innere Stabilität stärken
- Stresserleben und Symptome deutlich reduzieren
Sie ersetzt jedoch keine:
- Diagnostik und Behandlung bei Ärztinnen und Ärzten
- Psychotherapie bei schweren seelischen Belastungen
Bei akuten psychischen Krisen (z. B. Suizidgedanken), schweren Traumafolgestörungen, Psychosen oder schweren Suchterkrankungen ist immer eine Fachbehandlung notwendig. EFT kann hier – wenn sinnvoll und abgesprochen – begleitend eingesetzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen EFT, EmoTrance und MET?
EFT
- Klopfakupressur auf definierten Punkten
- Fokus auf spezifische Themen + Setup + Klopfrunden + 9-Gamut
- sehr gut für Selbsthilfe und strukturierte professionelle Arbeit geeignet
EmoTrance (entwickelt von Silvia Hartmann)
- verzichtet auf das Klopfen von Akupunkturpunkten
- arbeitet mit bewusster Aufmerksamkeit und Intention auf körperlich wahrgenommene Energiebewegungen
- Ziel: Energie „weicher machen und fliessen lassen“
MET (Meridian Energy Therapies)
- Sammelbegriff für energiepsychologische Methoden, die Meridiane nutzen (z. B. EFT, TFT, TAT, BSFF, EmoTrance)
- „M.E.T. nach Franke®“ ist eine spezifische, markengeschützte Variante, die auf ähnlichen Prinzipien wie EFT basiert
Am Schweizerischen Zentrum für EFT und Energiepsychologie liegt der Schwerpunkt auf EFT nach internationalen Standards (EFTi); EmoTrance/EMO und andere Methoden werden ergänzend einbezogen, wo es fachlich sinnvoll ist.
Werden die EFT-Seminare am Schweizerischen Zentrum für EFT und Energiepsychologie vom EMR als Weiterbildung anerkannt?
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt:
- Viele EFT-Seminare des Schweizerischen Zentrums wurden vom EMR (ErfahrungsMedizinisches Register) als Weiterbildungsstunden für EMR-Fachmitglieder anerkannt.
Wichtig:
- Das EMR anerkennt keine Methoden (wie z. B. EFT) neu in seiner Methodenliste.
- EFT ist derzeit keine eigenständige EMR-Methode.
- Für die Anerkennung als Weiterbildung zählt, ob das Seminar die Kompetenzen in der beim EMR registrierten Methode sinnvoll erweitert.
EMR-Mitglieder sollten sich im Zweifel direkt beim EMR erkundigen, ob ein spezifisches EFT-Seminar für Sie als TherapeutIn mit der beim EMR registrierten Methode in der als Weiterbildung angerechnet wird.
Wo und wie kann ich EFT lernen?
At the Swiss Centre for EFT and Energy Psychology:
- Basic EFTi (Level 1) seminars for self-users
- Advanced seminars (Level 2, 3 EFTi) for professionals in therapy, counseling, coaching, medicine and education
- Special seminars on topics such as
- inner child
- Belief systems
- Anxieties and phobias
- Allergies
- Supervision & professional training according to international EFTi standards
Here’s how to choose:
- Do you primarily want to use EFT for yourself?
- Recommended: EFT basic course + possibly specialized seminars
- Would you like to use EFT professionally in counseling, therapy, coaching, or medicine?
- Recommended: EFT training (Levels 1-3 EFTi) with certification as Practitioner / Advanced Practitioner (EFTi)
Wenn Sie weitere Fragen zu EFT, den Ausbildungen oder der Anwendung im Alltag haben, können Sie sich jederzeit direkt an das Schweizerische Zentrum für EFT und Energiepsychologie wenden – oder in einem unserer Einführungsseminare EFT live erleben und ausprobieren.
